Wallfahrtskirche Riffian

 

 Vollversammlung des Kirchenchors von Riffian

(v.l.n.r. Maria Pöhl und Anita Erb)
 
Gleich am ersten Montag nach den Weihnachtsfeiertagen, am 12. Jänner 2015, waren die Sängerinnen und Sänger des Riffianer  Kirchenchores zur Vollversammlung im Probelokal eingeladen, um Rückschau zu halten auf das Jahr 2014 und um sich auf die Tätigkeiten des neuen Jahres einzustellen.

Obfrau Anita Müller Erb unterstrich in ihrer einleitenden Begrüßung, dass bei all den Pflichten des Kirchenchores auch die Pflege der Gemeinschaft nicht zu kurz kommt. Neben den vielen Auftritten in der Kirche tritt die Chorgemeinschaft immer wieder auch bei  Konzerten und musikalischen Umrahmungen von Veranstaltungen in Erscheinung;  gerade dies trägt zur Stärkung des Selbstwertgefühls und zum Zusammenhalt des Vereins bei.

Die 32 aktiven Sängerinnen und Sänger sind Teil der Südtiroler Chorwelt mit 421 Mitgliedschören und 10.452 Sängerinnen und Sängern. Erfreulicherweise steigt die Mitgliederzahl unseres Chores langsam wieder an. Im abgelaufenen Jahr hat Tobias Pöhl sein Probejahr beendet und ist nun fixes Chormitglied, während Mirjam Unterweger im September 2014 ihr Probejahr begonnen hat. Die Jugendarbeit liegt unserem Kirchenchor am Herzen, es besteht Hoffnung, dass wir langsam wieder junge Leute gewinnen können, allerdings gibt es hier noch viel zu tun.

Höhepunkte das Chorjahres 2014 waren die Feier des 90. Geburtstagstages unseres Ehrenmitgliedes Luis Pircher anlässlich des Osterkonzertes der Musikkapelle Riffian, die Teilnahme am Konzert mit dem Orchester der Musikfreunde Meran am Ostermontag in Algund,  die Feier der 10-jährigen Partnerschaft mit Inning am Holz im Juni, der dreitägige Ausflug nach Slowenien Ende August, der Trödlermarkt im Advent, die Radiomesse am 8.Dezember.und das Konzert „Advent in der Wallfahrtskirche“ am Vorabend des 3. Adventsonntags. 2015 stehen u.a. der Faschingsumzug, ein Frühjahrskonzert und ein Adventsingen an.

Chorleiterin Nora Prünster sah auf ein arbeitsintensives Jahr mit 39 Proben, 26 Messegestaltungen,  7 Beerdigungen und den bereits von der Obfrau erwähnten Aktivitäten zurück.  Ihr Dank galt der Obfrau,  dem gesamten Ausschuss, Pfarrer Florian Platter für die gute Zusammenarbeit und unserer Organistin Maria Pöhl.

Es gehört nicht zu den angenehmsten Aufgaben, wenn man Zeitungsmeldungen korrigieren muss, im vorliegenden Fall mache ich es gerne.  Vor fast genau einem Jahr mussten wir berichten, dass  unsere Organistin aus gesundheitlichen Gründen  ihren Dienst nicht mehr ausüben kann. Gott sei Dank ist sie nun wieder in der Lage, sehr oft wieder ihren Platz an der Orgel einzunehmen. Liebes Moidele, wir danken dir und hoffen, dass es noch lange so weitergeht.

Nach den Dankesworten von Pfarrer Florian Platter und Bürgermeister Karl Werner gab es beim anschließenden gemütlichen Teil  noch genügend Gelegenheit für das eine oder andere „Ratscherle“.
Text und Fotos: K.A.
 

 

Gruppenfoto aufgenommen während unseres Chorausflugs nach Slowenien am 22.8.14.

 

 

 

 

Riffian feiert seine Organistin  Maria Oberhöller Pöhl – 60 Jahre Orgeldienst

 

Im August 1953 hat das junge Mädchen Moidele aus Reinswald erstmals seinen Platz an der Orgel in der Wallfahrtskirche in Riffian eingenommen.  Am Hochunserfrauentag  2013 durfte die Pfarrgemeinde von  Riffian mit ihrer Organistin ein wohl eher seltenes Jubiläum feiern:  60 Jahre  Dienst an der Orgel.

In diesen 60 Jahren hat sich fast alles verändert -  das Dorf und die Menschen,  4 Pfarrer,  3 Chorleiter und Generationen von Chorsängern haben  das kirchliche Leben geprägt, aber niemand in dem Maße wie  die Organistin Maria Oberhöller Pöhl, die in all diesen Jahren ununterbrochen ihren Dienst versehen hat und für alle in Riffian immer das „Moidele“ geblieben ist.

An diesem 15. August 2013 waren Kircheneingang, Altar und Kirchenbänke festlich geschmückt, die Kirche konnte den Besucherandrang kaum fassen.  Der Kirchenchor hatte ein festliches Programm vorbereitet, P. Urban Stillhard verlieh zudem mit seinem Orgelspiel dem Festgottesdienst eine besonders feierliche Note. Pfarrer Florian Platter  begrüßte die Jubilarin mit ihrer Familie, den Festprediger P- Urban Stillhard , den Kirchenchor und die gesamte versammelte Pfarrgemeinschaft. Er nahm die Feier zum Anlass, das Orgelspiel und den Kirchenchor als wesentliche Bestandteile des kirchlichen Lebens zu würdigen.

 Er hob die große musikalische Begabung und den innigen Glauben der Jubilarin  als die Triebfedern für ihren unermüdlichen Dienst hervor. P. Urban Stillhard hob in seiner Festpredigt die Demut und  das Pflichtbewusstsein  der Jubilarin hervor, aber auch ihre Bereitschaft, die immer wieder neuen Herausforderungen, die die Veränderungen des kirchlichen Lebens mit sich brachten, anzunehmen.  Er gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Jubilarin noch viele Jahre ihren wertvollen Dienst ausüben werde.

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Manuela Gumpold Unterweger freute sich in ihren Grußworten, die Organistin, die sich sonst an ihrer Orgel immer ganz im Hintergrund halten muss, einmal mit ihrer Familie ganz in der ersten Reihe begrüßen zu dürfen.  Sie dankte für das Orgelspiel, das die Herzen der Menschen öffne, und überreichte ihr eine kunstvoll mit Notenzeilen verzierte Kerze.

P.Urban Stillhard übergab der Jubularin die Ehrenurkunde des Verbandes der Kirchenchöre,  Bürgermeister Karl Werner überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde, verbunden mit einer Ehrenurkunde als Dank und Anerkennung.

Die Obfrau des Kirchenchores Anita Müller Erb rundete die Ehrungen mit einem Blumenstrauß  und dem Wunsch ab, das Moidele möge den Kirchenchor noch lange begleiten und die Kirchenbesucher mit dem Orgelspiel erfreuen.

Der große Applaus aller Anwesenden bekräftigte die lobenden und herzlichen Worte aller Redner und bestätigte die Wertschätzung der Pfarrgemeinde für ihre Organistin.
Das anschließende Festl  mit Buffet und Umtrunk, zu dem alle eingeladen waren, bot noch Gelegenheit, der Jubilarin persönlich zu gratulieren und zu danken.

Wie die Verleihung der Verdienstmedaille des Landes Tirol vor 10 Jahren hat die Jubilarin die Ehrungen  mit einem stillen Lächeln angenommen, wie es eben ihre Art ist – seit 60 Jahren.


 

Segnung des neuen Probelokals des Kirchenchors von Riffian

Der Kirchenchor von Riffian benutzt sein neues Probelokal bereits seit etwas mehr als einem Jahr; die feierliche Segnung und die Vorstellung an die Bevölkerung hat sich aus verschiedenen Gründen verzögert, aber an diesem Palmsonntag, dem 1. April 2012, war es dann endlich soweit. Nach dem Hochamt begrüßte der Kirchenchor die zahlreich erschienenen Riffianerinnen und Riffianer im neuen Lokal mit einem musikalischen „Grieß enk Gott, Grieß Gott mitanond“.

Obfrau Anita Müller Erb durfte unseren Herrn Pfarrer Florian Platter, Bürgermeister Karl Werner, die Präsidentin des Pfarrgemeinderates Manuela Gumpold Unterweger, Ehrenmitglied Luis Pircher, den Projektanten und Bauleiter Geom. Sepp Mitterhofer und besonders auch Herrn Robert Wiest, den Bezirksobmann des Südtiroler Chorverbandes, herzlich willkommen heißen und im Namen aller Sängerinnen und Sänger ihre Freude über den neuen Arbeitsplatz zum Ausdruck bringen.

Bürgermeister Karl Werner, selbst Mitglied des Kirchenchores und deshalb doppelt erfreut über das gelungene Projekt, dankte in seiner Ansprache allen an der Realisierung Beteiligten und umriss dann die Geschichte des Gebäudes.
Bereits im fernen Jahr 1840 erbaut, beherbergte das Haus bis zum Jahr 1956 Generationen von Volksschülern, der Redner weckte also in einigen Anwesenden alte Erinnerungen. In der Folge wurde das Haus ein früher Allzweckraum; die so genannten Feiertagsschüler versammelten sich hier, viele von uns erinnern sich noch an die alljährlichen „Standesunterweisungen“, an Vorträge und andere Versammlungen, das Lokal war Seniorenraum, Jugendraum, auch die Jungschar hatte hier einige Zeit Heimat.
Im Rückblick war es geradezu ein Glücksfall, dass für das langjährige Probelokal im Grundschulgebäude Eigengebrauch angemeldet wurde, musste man sich doch, das war im Jahr 2008, schnellstens um Alternativen umsehen. Das alte Schulgebäude direkt neben der Kirche bot sich als neues Probelokal geradezu an, zumal für alle anderen Aktivitäten im Laufe der Jahre eigene Lokalitäten zur Verfügung gestellt worden waren. Nun ging es Schlag auf Schlag: Der Kirchenchor, allen voran der damalige Obmann Dino Dalceggio, beauftragte Geom. Sepp Mitterhofer mit einer provisorischen Planung und einem Kostenvoranschlag, als es dann Bürgermeister Karl Werner gelang, beim Landeshauptmann einen Landesbeitrag von 150.000 Euro zu erwirken, stand dem Projekt nichts mehr im Wege.

Bereits im Sommer 2010 konnte das bisherige Probelokal geräumt werden, im Herbst und Winter 2010 musste vorübergehend in der Kirche geprobt werden, Anfang 2011 konnte das neue Lokal bezogen werden. Besitzerin ist die Kurie, mit der die Gemeinde einen Nutzungsvertrag für die nächsten 25 Jahre abgeschlossen hat, die Gemeinde wiederum stellt das Lokal dem Kirchenchor zur Verfügung.
Nach einem kurzen Grußwort des Bezirksobmanns Robert Wiest schritt Pfarrer Florian Platter zur feierlichen Segnung.

Die Obfrau des Kirchenchores sprach zum Abschluss des Festaktes einen herzlich Dank an alle aus, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, und lud alle Anwesenden ein, am Umtrunk und Imbiss im Vorgarten des neuen Lokals, der sich in schönstem Frühlingssonnenschein darbot, teilzunehmen.
Der Kirchenchor Riffian mit Chorleiterin Nora Prünster ist überaus glücklich, nun dieses wirklich ideale Lokal als seine Heimat betrachten zu dürfen; den maßgeblich am Gelingen des Projektes Beteiligten, insbesondere Bürgermeister Karl Werner, Dino Dalceggio, dem als damaligem Obmann das Projekt besonders am Herzen lag und der als Vermögensverwaltungsrat der Pfarre einige bürokratische Hürden bewältigte, und Geom. Sepp Mitterhofer, der das Projekt als Techniker und interessierter Mitbürger begleitete, ist der Dank der Sängerinnen und Sänger sicher.


Text: Karl Augscheller

Fotos: Adolf Höllrigl

 

 Unser Kirchenchor

 

…“1580 gaben sieben Bauern aus Riffian vor dem Fürsten Ferdinand II. und seinem Hofe das Spiel der drei Könige…“
 
Auf diese interessante Aufzeichnung stieß Frau Dr. Mathilde Weger bei ihren Nachforschungen zur Herausgabe des Riffianer Dorfbuches im Landesarchiv in Innsbruck. Somit kann man annehmen, dass das Singen und Spielen in Riffian eine über vierhundertjährige Tradition hat.
Mit Sicherheit nachweisbar ist der Kirchenchor seit dem Jahre 1849. (Aus dem Jahre 1910 besteht ein Foto vom Chor mit 11 Mitgliedern).
Deshalb wurde ihm am 11. November 1990 die Palestrina-Medaille verliehen, welche der allgemeine Cäcilienverband seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts an Kirchenchöre, die seit mehr als 100 Jahren den Gottesdienst mitgestalten, vergibt.
Heute besteht der Kirchenchor aus 30 Mitgliedern, davon 21 Frauen und 9 Männer.

Obfrau ist seit 2010 Anita Müller Erb, Chorleiterin Nora Prünster und Organistin (seit 1953) Maria Oberhöller Pöhl.
 
Die Sängerinnen und Sänger treffen sich von Anfang September bis Ende Juni wöchentlich montags zu den Proben (ca. 40 Proben im Jahr). Das neue Probenjahr beginnt jeweils mit einem Ausflug.
Zwischen 25 und 30 Mal im Jahr umrahmt der Chor Messfeiern zu verschiedenen Anlässen. Der Kirchenchor sieht seine Hauptaufgabe in der Mitgestaltung der liturgischen Feiern. Auch ist es ihm ein Anliegen, weiterhin die Beerdigungen mit Gesängen zu umrahmen

Traditionsgemäß gibt er zum Abschluss des „Riffiner & Kuenser Herbischt“ ein geistliches Konzert. Weltliche Literatur darf natürlich im Jahresprogramm auch nicht fehlen.

In Zukunft will der Kirchenchor Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Einblick in die Chortätigkeit geben und sie bei verschiedenen Anlässen mit einbinden.

Ansprechperson: Anita Müller-Erb, 39010 Riffian, Rösslweg 9
Tel: 0473/241485 e-mail: anita.mueller@alice.it

Für den hl. Augustinus ist das Singen ein Weg der Einkehr in das Innere. Er sagt: “Das Singen führt uns in das innerste Gemach unserer Seele, in dem Gott in uns wohnt. Es ist aber nicht nur das Singen selbst, sondern auch das Hören von Gesang. Wenn wir Menschen hören, die mit ihrem Herzen singen und ganz dem Gesang hingegeben sind, vergessen wir, vom Klang der Freude geführt, alles Äußere und wenden uns ganz nach Innen.“

 



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